Aschenputtel

Aschenputtel oder auch Aschenbrödel, ist im europäischen Raum ein äußerst bekanntes Märchen der Gebrüder Grimm. Diese veröffentlichten es erstmal im Jahre 1812. Eine andere sehr populäre Variante dieses Werkes stammt von Charles Perrault und diente als Inspiration für den 1950 entstandenen Zeichentrickfilm „Cinderella“ von Walt Disney. Anders als beim Original trägt Aschenputtel hier einen gläsernen Schuh und wird von verwunschenen Mäusen und einer Kürbiskutsche zum Schloss gefahren.

Kurzfassung

Das Märchen „Aschenputtel“ erzählt die Geschichte eines reichen Kaufmannes, der ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau eine Witwe heiratet, welche zwei Töchter mit in die Familie bringt. Seine eigene Tochter muss fortan unter den Schikanen der Stiefmutter und Töchter jede erdenkliche Hausarbeit machen. Da sie neben dem Ofen in der Asche schlafen muss, wird sie nur noch Aschenputtel genannt. Als der Vater eines Tages auf Reise geht, fragt er seine Familie, was er denn mitbringen soll. Während sich die beiden Stiefschwestern feine Kleider und Schmuck wünschen, möchte seine leibliche Tochter lediglich jenen Zweig, der ihm als erstes am Hut haften bleibt, den sie schließlich auch bekommt. Auf dem Grab ihrer Mutter eingepflanzt, wächst bereits nach kurzer Zeit ein wunderschöner Baum heran. Und immer wenn Sie Kummer hat und unter dem Baum betet, erscheint ein weißes Vögelein, das ihr so manchen Wunsch erfüllt. Als eines Tages der König ein Fest veranstaltete um für seinen Sohn eine Frau zu finden, möchte Aschenputtel genau wie ihre Stiefschwestern daran teilnehmen. Doch ihre Stiefmutter verbietet es, da sie keine Kleider hätte und nicht tanzen könne. Da Aschenputtel aber derart bittet mit zum Tanz zu kommen, gibt ihr die boshafte Stiefmutter eine Aufgabe. Sollte sie eine Schüssel Linsen innerhalb von zwei Stunden aus der Asche auflesen, so könne sie mit. Da sie es alleine nicht schaffen würde, bittet sie das weiße Vögelchen um Hilfe und schon kommen alle Vögel vom Himmel und picken schnurstracks die Linsen auf. Doch als Aschenputtel fertig zu sein scheint, muss sie die gleiche Aufgabe noch einmal mit zwei Schüsseln machen. Doch auch danach bleibt die Stiefmutter hartnäckig und geht mit ihren beiden Töchter ohne sie zum Tanz. Wie nun Aschenputtel so ganz alleine zu Hause ist, begibt sie sich abermals zum Haselnussbaum und ruft: „Bäumchen rüttel dich und schüttel dich! Wirf Gold und Silber über mich!“. Und schon fallen feinste Kleider und Schuhe vom Baum, mit denen Aschenputtel zum Feste geht, jedoch von ihrer Familie nicht erkannt wird. Gleiches macht sie auch am zweiten Tag, bis sie am Dritten pausenlos mit dem Königssohn tanzt. Doch als Aschenputtel gehen will, ohne zu sagen, wer sie denn sei, verliert sie auf der Treppe ihren linken goldenen Schuh. Der Königssohn kehrt am nächsten Tag beim Kaufmann ein und verspricht, dass er diejenige zur Frau nehme, die der Schuhe passe. Die erste Stiefschwester schneidet sich einen Zeh ab um in den Schuh zu passen und die zweite ihre Hacke. Doch bei beiden kehrt der Prinz wieder um, als zwei weiße Tauben vom Haselnussbaum herunter rufen: „Rucke di guck! Rucke di guck! Blut ist im Schuck, der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim!“. Als er jedoch beim dritten Mal den Schuh an Aschenputtel ausprobierte und er ihr passte, nahm er sie mit auf sein Schloss. Bei der Hochzeit versuchten sich die beiden Stiefschwestern jedoch wieder einzuschmeicheln und wurden dafür von den Täubchen bestraft, indem sie beide Augenpaare auspickten.

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